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3D-Drucker

3D-Drucker mit WLAN Steckdose sichern

Am Beispiel einer TP Link WLAN Steckdose zeigt dieser Beitrag wie man mehr Sicherheit und Komfort durch eine intelligente Steckdose erreichen kann.

Mit einer WLAN-Steckdose können wir folgendes erreichen:

  • Der Drucker ist im WLAN oder Mobilgeräte ein und ausschaltbar.
  • Bei Überhitzung von Düse oder Druckbett unterbricht der Drucker seine eigene Stromzufuhr.
  • Leistung/Stromverbrauch sind einsehbar und werden protokolliert.
  • Sprachsteuerung über Alexa bzw. Google Home ist möglich.
  • Benachrichtigung bei Fehlern und Druckende über IFTTT und ggf. Alexa/Google möglich.

Bei Amazon waren die TP Link Steckdosen mit Verbrauchmessung für 15 € im Angebot und ich wollte wissen wie gut diese sich in Octoprint integrieren lassen.
Die Drucker laufen oft rund um die Uhr. Per Octoprint ist zwar eine Überwachung und Steuerung per WEB Oberfläche inkl. Kamera möglich, stürzt aber der Arduino oder der Raspberry Pi ab, ist es mit der Überwachung vorbei.
Unter Umständen bleibt der Drucker stehen und heizt weiter Düse und Druckbett. Hoffentlich innerhalb der eingestellten Grenzwerte.

Natürlich kann man auch ohne Octoprint die Steckdose per Kasa App oder Skills in Alexa oder Google Home steuern.
Für Octoprint sollte man nur einen Raspberry Pi 3 und neuer verwenden, wenn der Drucker in Kurven (bei viel G-code) nicht ruckeln soll.

Bitte beachten:
Mit der Nutzung von Kasa, Alexa, Google Home etc. landet man zwangsläufig mit seinen Daten in einer Cloud der Anbieter.
Im Hausnetz bzw. per Fritz!Box VPN kann die Kasa App auch ohne Cloud die Endgeräte erreichen.

Installation der Steckdose

  1. Kasa App installieren
  2. Steckdose anschließen, diese wird von der App über ihr eigenes WLAN gefunden.
  3. Per App die Steckdose mit dem Hausnetz verbinden, die Steckdose wechselt vom eigenen WLAN ins Hausnetz. Falls nötig die IP der Dose im Router freischalten
  4. Fertig

Steuerung über Alexa und Google Home

  1. TP Link Skills installieren
  2. Steckdose wird automatisch gefunden
  3. Aktionen/Sprachsteuerung einrichten

Damit ist der Drucker von überall schaltbar. Der Stromverbrauch wird in der App angezeigt.

Integration TP Link in Octoprint

  1. Octoprint Plugin für TP Link installieren
  2. IP-Adresse der Dose angeben. Ggf. Octoprint neu starten.
  3. Temperaturgrenzwerte Düse/Bett vergeben. Werden diese überschritten schaltet sich die Steckdose ab.
  4. Wenn man in keine Cloud möchte, bitte an dieser Stelle aufhören.

Wenn ein Grenzwert überschritten wurde, wird dem Drucker der Strom ausgeschaltet. Möchte man remote die Ursache feststellen ohne „blind“ die Steckdose zu aktivieren, sollte man den Raspberry Pi mit einer separaten Spannungsquelle versehen.

Wer möchte, kann auch unter Windows/Linux ein separates Überwachungsprogramm installieren.
Anbei ein Beispiel:
https://github.com/jamesbarnett91/tplink-energy-monitor

Wer selber zu TP Link programmieren möchte findet unter GitHub diverse Bibliotheken.

IFTTT Unterstützung für Octoprint

Damit können Ereignisse wie Druckende oder Fehler weitergeleitet und mit Aktionen verknüpft werden.
Ein mögliches Octoprint PlugIn dafür ist IFTTT.

Fazit

Die Installation war unkompliziert und eine Sache von wenigen Minuten.
Hundertprozentigen Schutz gibt es mit dieser Lösung nicht. Es ist aber ein Plus an Sicherheit. Wenn der Controller falsche Temperaturwerte liefert oder der Raspberry Pi nicht regiert, gibt es auch keine Abschaltung.
Wenn man auf dem Smartphone sieht, dass der Drucker Unfug macht oder nicht mehr regiert ist, bleibt aber die Möglichkeit den Strom auszustellen.
Ganz nebenbei erfahrt man die Stromkosten des Druckers.
Ein Rauchmelder und eine Hausratversicherung sollten trotzdem eine Selbstverständlichkeit sein.

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