Kategorien
Autodesk Fusion 360

Autodesk Fusion 360 Checkliste

Nützliche Fusion 360 Tips

Autodesk Fusion 360 ist sehr leistungsfähig aber auch komplex.
Einige Regeln sollen helfen die Arbeit damit zu erleichtern.
Es gibt kaum was frustrierender es: Man hat ein Projekt fertig und eine Maßänderung zerschießt das ganze Design, weil in der ersten Skizze Abhängigkeiten fehlen.

Skizzen

  • Ordne das Grunddesign durch mehrere miteinander verknüpfte (Projektions) Skizzen. Am besten eine pro Achse.
  • Nimmt nicht zu viele Spiegelungen und Muster in die Skizze auf. Fusion bekommt damit schnell Probleme.
  • Versuche möglichst viel mit Abhängigkeiten zu ordnen.
  • Verlasse die Skizze erst, wenn alle Abhängigkeiten und Bemaßungen vollständig sind.
  • Nutze den Koordinatenursprung als Mittelpunkt für Symmetrische Teile.
  • Projiziere die Koordinatenachsen in die Skizze für Spiegelungen, Symmetrien etc.
  • Fixiere die Skizze am Koordinatenursprung oder an den Achsen.
  • Auch Skizzen lassen sich kopieren, drehen, verschieben.
  • Nutze für Bemaßungen Formeln. In der Skizzenbemaßung als auch in der Parametertabelle.
  • Nutze für symmetrische Elemente Spiegelungen und Muster.
  • Nutze intensiv Projektionen um Abhängigkeiten zu anderen Skizzen oder Körper/Komponenten zu definieren.
  • Definieren eigene Referenzlinien (Konstruktionslinien).
  • Wandle Linien welche nicht für weitere Operationen benötigt werden (Extrusion etc.) in Konstruktionslinien um.
  • Lege die Skizze in der richtigen Ebene an.
  • Skizzen lassen sich im Gegensatz zu Körpern, Komponenten direkt in andere Fusion Dateien kopieren und einfügen.
  • Aktivierung die „Projektionsverknüpfung“, bei der Projektion von Skizzen/Körpern werden damit Änderungen übernommen werden.
  • Nutze „Skizzenebene neu definieren“ wenn die Skizze ihre Bezugsebene verloren hat.

Parameter

  • Nutze die Parametertabelle für Bemaßungen.
  • Bilde Parameter für häufig genutzte Werte und Werte welche sich ändern können.
  • Nutze Formeln.
  • Ein Parameter kann andere Parameter enthalten.
  • Per Plugin lassen sich die Parameter im csv Format im- und exportieren.
  • Nimm sprechende Namen.
  • Definiere den Parameter ohne Einheit, wenn du eine Anzahl definieren möchtest.

Ablauf

  • Definiere globale Skizzen, um spätere Teile anzuordnen. Das ist oftmals übersichtlicher als „Gelenke“ zu verwenden. Fixiere diese Skizzen.
  • Definiere für jedes Bauteil eine Komponente. Aktiviere diese und arbeite innerhalb dieser Komponente. Deine Skizzen und Körper werden hier angelegt.
  • Bei späteren Änderungen aktiviere wieder diese Komponente und gehe auch in der Zeitleiste auf diese Komponente zurück.
  • Komponenten könne auch nur der Ordnung dienen und einfach nur weitere Komponenten zusammenfassen.
  • Fixiere Skizzen und Komponenten wenn möglich.
  • Speichere oft.
  • Lagere komplexe Bauteile in andere Fusion Dateien aus und verknüpfe sie durch „Gelenke“.

Gelenke

  • Nutze „Gelenke“ wenn keine Lagebestimmung durch Skizzen und keine Fixierung gegeben ist.
  • Nutze, wenn möglich „Verbinden wie modelliert“.

Bauteilbibliotheken

Besitzt Fusion 360 leider nicht.

  • Lege eigene Fusion-Dateien, Step und andere CAD Daten als Bibliothek an.
  • Verändere nachträglich nie den Ort der Datei oder lösche sie, wenn sie irgendwo verwendet wird. Veränderungen am Design sind möglich.
  • Du musst nicht alles selber erfinden. Nutze GrabCAD, McMaster Car, Part4CAD usw. als Quelle.

Ausssehen

  • Definiere Material und Darstellung (nur Komponenten).
  • Beides lässt sich ändern bzw. neu definieren.
  • Das Material definiert physikalische Eigenschaften wie Gewicht.
  • Die Darstellung definiert das Aussehen. Insbesondere beim Rendern.
  • Die Modellierung von Gewinden ist extrem rechenintensiv. Du benötigst sie aber beim 3D-Druck und beim rendern. Ansonsten deaktiviere sie.

Komponenten

Komponenten haben folgende Vorteile gegenüber Körpern.

  • „Gelenke“ und Animationen sind nur mit Komponenten möglich.
  • Nur Komponenten sind in der Stückliste der Zeichnung.
  • Mit Kopieren und Einfügen erzeugt man identische Kopien einer Komponente. Änderungen wirken sich auf alle aus!
  • Mehrere Komponenten können zu einer starren Gruppe zusammengefasst werden. Das spart „Gelenke“ und erleichtern die Verwendung in anderen Modellen.
  • Nur Komponenten lassen sich verschieben.
  • Vor dem 3D-Druck kombiniere die Körper zu einem oder bilde eine Komponente.

Test

  • Prüfe, ob die Skizzen vollständig mit Abhängigkeiten versehen sind, sich also nicht durch Ziehen verändern lassen bzw. alle Linien komplett schwarz sind.
  • Prüfe komplexe Körper Komponenten auf verdeckte Fehler mithilfe der Schnittanalyse.
  • Prüfe, ob alle Komponenten fixiert sind. Sie können durch eine Skizze, ein Gelenk oder den Befehl „fixieren“ festgelegt werden. Nur dort wo bewegliche „Gelenke“ definiert wurden sollte eine Bewegung möglich sein.
  • Prüfe die Skizzen durch Maßänderungen.

Performance

  • Komplexe Skizzen und Spiegelungen/Muster in Skizzen kosten viel Rechenleistung.
  • Komplexe Muster gehören in Körper und nicht in Skizzen.
  • Ausgeformte Gewinde kosten viel Rechenleistung.
  • Komplexe Modelle erfordern einen I5/Ryzen5 oder besser und eine leistungsfähige Grafikkarte.
  • Beim lokalen Rendern zählt nur die Rechenleistung der CPU.
  • Ein Arbeitsspeicher von 16 GB ist absolut ausreichend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.