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Autodesk Fusion 360

Warum ich Autodesk Fusion 360 gekauft habe?

Wie weiter mit Fusion 360?

Seit dem 01. Oktober 2020 hat Autodesk den Funktionsumfang der kostenlosen Version erheblich eingeschränkt.
Für die kostenfreie Privat- und Hobby Lizenz gelten folgende Einschränkungen:

  • Konstruktion: Standardmäßige Planungs- und 3D-Modellierungswerkzeuge
  • Elektronik – 2 Schaltpläne, 2 Layer, 80cm2 Leiterplattenbereich
  • Fertigung: 2,5-Achsen-Fräsen & 3-Achsen-Fräsen, Drehen, FFF additive, Fertigung
  • Lokales Rendern
  • Lokaler Dateiexport: STEP, STL, OBJ, F3D, F3Z, IPT, FBX, SMT, SKP, DXF-(from sketch)*
  • Datei-Import: Standard-Dateitypen
  • Cloud-Speicher – Maximal 10 aktive Dokumente ***
  • Zusammenarbeit – Einfacher Zugriff
  • Öffentliche Freigabe – Nur anzeigen, keine Download-Option
  • Zeichnungen – Nur einzelnes Blatt, nur drucken

Es gab und gib erhebliche Unmut unter den betroffenen Anwendern über den Umfang und das Tempo mit dem diese Änderungen vollzogen werden.
Den step Export hatte Autodesk nach den ersten Protesten wieder zugelassen.

Wenn man extrem polarisieren möchte, steht auf der einen Seite ein profitorientierter Konzern und auf der anderen Seite ein Anwender der sehr viel Zeit, Ausdauer und Hingabe in ein zu Anfang noch unreifes und schlecht dokumentierte Produkt gesteckt hat und diesem durch seine Projekte und Videos mit zum Erfolg verholfen hat.
Diese Anwender fühlen sich enttäuscht und verraten.
Das kann ich verstehen und Autodesk hätte es durch eine abgespeckte Maker-Lizenz verhindern können. Ich hoffe diese kommt irgendwann.
Auf der anderen Seite wollen die Fusion Entwickler auch bezahlt werden.

Wenn man die Emotionen etwas zurücknimmt verbleiben folgende Optionen:

  • Rückzug auf die Privat Lizenz
  • Wechsel der CAD Software
  • Kauf einer Lizenz

Die Privat Lizenz dürfte für einen Großteil der Hobbyristen noch ausreichen. Unangenehm könnte bei Projekten aus einzelnen Baugruppen die Beschränkung auf 10 aktive Dokument werden. Diese kommt im Januar. Erst dann wird man sehen wie praktikabel das wird.
Die Beschränkung auf eine Zeichnung ist auch unpraktisch und soll wohl kommerzielle Anwender zu einer Lizenz bewegen.
Die Download Freigabe habe ich auch gern genutzt.

Momentan lässt mit der Privatlizenz noch ganz gut arbeiten. Die Frage ist nur was passiert in einem oder zwei Jahren. Wird sie weiter abgespeckt bis zur Unbrauchbarkeit? Wenn es dann keine neue Lizenz für Maker gibt wird es eng. Ich würde dies für Unklug halten, da Autodesk einen Großteil der aufgebauten Community und potenzielle Zahler einer eingeschränkten Version verlieren würde.
Ein Wechsel der CAD Software bietet sich vor allem dann an, wenn man in Fusion noch nicht viel Arbeit investiert hat. Vor allem Freecad sehen ich als Auffangbecken für bisherige und zukünftige Fusion Nutzer. Als Opensource Tool gibt es keine Lizenzprobleme.
Wie eine Firma nicht unbedacht ihre Software wechseln sollte, sollte auch der Hobbyrist seine Aufwendungen nicht unterschätzen.
Ich arbeite seit 2016 mit Fusion. Die Lernkurve war damals sehr flach. Es gab kaum Dokumentation und nur wenige Videos. Die komplexeren Skizzen abstürzten war noch normal.
Die Software und Dokumentationen sind inzwischen ausgereift. Auf Youtube haben sich die Fusion Videos seuchenhaft vermehrt.
Den KnowHow Investition in Fusion würde ich bei mir in Monaten messen. Den gleichen Arbeitsaufwand bräuchte ich um mit einer anderen Software einen ähnlichen Erfolg zu erzielen.

Die Frage ist daher: Was ist mir meine Zeit wert?

Damit kommen wir zum dritten Punkt den Kauf einer Lizenz.
Ich selber hatte mich dann entschlossen das 40% Angebot auf die 3-Jahres Lizenz zu nehmen.
Folgende Gründe hatte ich:

  1. Die Unsicherheit wie geht es mit der Privatlizenz in den nächsten Jahren weiter.
  2. Die 10 aktiven Dokumente.
  3. Weder Zeit noch Lust mich momentan in eine neue Software einzuarbeiten.

Betrachten wir es unter monetären Aspekten.
800€ ist eine Menge Geld, für eine kommerzielle CAD Software aber eher wenig.
Bezogen auf drei Jahren wären es dann so 80 Cent pro Tag. Bin ich kulant und beziehe nur 3 kostenlose Jahre mit ein, konnte und kann ich für 40 Cent pro Tag arbeiten.

Ich bin daher für die nächste Jahre sorgenfrei und weiter als 3 Jahre möchte ich auch gar nicht planen.

Was hoffe ich?

  1. Das eine günstige Makerlizenz mit etwas mehr Umfang als die kostenlose Version kommt. Diese würde auch mir reichen.
  2. Das meine derzeitige Lizenz in 3 Jahren noch bezahlbar ist.

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